Ausbildungsschule für Lehrer

Eingang zum Holbein-Gymnasium Eingang zum Holbein-Gymnasium Bild: Ramona Stonner

„Hurra wir bekommen einen Referendar!“

… oder aber entsetzte Kinder und unglückliche Eltern.

Beide Reaktionen sind seit vielen Jahren Teil des Schulalltags am Holbein Gymnasium. Unsere Schule ist eine Seminarschule, deren Aufgabe darin besteht, Studierende, die das 1. Staatsexamen erfolgreich abgelegt haben, zu vollwertigen Lehrkräften auszubilden. Am Holbein-Gymnasium gibt es Studienseminare für die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik, Biologie, Chemie, Physik und Sport männlich. Für die Teilausbildung in Katholischer Religionslehre arbeiten wir mit dem Gymnasium bei St. Stephan, für Spanisch mit dem Gymnasium bei St. Anna und für Informatik mit dem Peutinger-Gymnasium zusammen.

Mit unseren Referendaren werden Ihre Kinder zwar von anfangs noch relativ unerfahrenen Lehrerinnen und Lehrer unterrichtet, gleichzeitig profitieren sie aber davon, dass die Mehrzahl der jungen Lehrer fachlich und didaktisch auf dem neuesten Stand ist.

Jeder Referendar beginnt seine Zeit am Holbein Gymnasium mit diversen Hospitationsstunden in den Klassen seiner Seminarlehrer, in denen er auch erste Lehrversuche macht. Oft sind diese unter immensem Zeitaufwand vorbereiteten Stunden für die Schüler ein unvergessliches Erlebnis. Nach den Allerheiligenferien bekommen die Referendare in jedem ihrer Fächer eine eigene Klasse zugewiesen Planung und Durchführung des Unterrichts sowie Erstellung und Korrektur der Leistungserhebungen erfolgen in enger Absprache mit dem Betreuungslehrer. Außerdem werden die Referendare sowohl vom Betreuungs- als auch vom Seminarlehrer und immer wieder im Unterricht besucht. Der Ausfall von Stunden wird dabei gemindert, da bei Abwesenheit eines Referendars in der Regel der betreuende Lehrer einspringt und somit auch den Kontakt zu den Schülern nicht verliert.

Nach Weihnachten legt jeder Referendar in einem seiner Unterrichtsfächer die 1. Prüfungslehrprobe ab. Unbestätigten Gerüchten zufolge werden die Schüler nach einer erfolgreichen Lehrprobe mit Kuchen, Krapfen oder anderen Süßigkeiten für ihre tatkräftige Unterstützung belohnt. Zum Halbjahr verlässt der Referendar dann das Holbein-Gymnasium, um ein Jahr lang an einer Einsatzschule irgendwo in Bayern zu unterrichten, wo er auch seine 2. Prüfungslehrprobe ablegt.

Zum Halbjahr des nächsten Schuljahres kehren die Referendare wieder an das Holbein-Gymnasium zurück, um erneut zwei Klassen zu übernehmen. Die dritte und letzte Prüfungslehrprobe sowie umfangreiche mündliche Prüfungen, beenden schließlich die Ausbildung. Nach dem erfolgreichen Bestehen des 2. Staatsexamens wird der ehemalige Referendar nun zum Lehramtsassessor und erhält bei exzellenten Noten eine Planstelle an einem staatlichen oder auch einem privaten Gymnasium.

Und alle Schülerinnen und Schüler, die jemals von einem Referendar unterrichtet wurden, haben gewiss ihren Teil zu dieser zweijährigen Ausbildung beigetragen.

Denn wie stellte schon Joseph Joubert fest:

„Lehren heißt, zweimal lernen.“

Personen

Seminarvorstand: Ltd. OStD Peter Kempf

Ständiger Stellvertreter: OStD Herbert Schuhknecht

Seminarlehrer

(vom Holbein-Gymnasium, falls nicht eigens erwähnt)

Schulkunde: OStD Herbert Schuhknecht

Pädagogik und allgemeine Didaktik: StD Udo Bader

Staatsbürgerliche Bildung: OStRin Ines Grage

Pädagogische Psychologie: StDin Isabell O'Connor

Katholische Religionslehre: StDin Maria Hohenadel (Gymnasium bei St. Stephan Augsburg)

Deutsch: StD Christoph Becker

Englisch: StD Reiner Link

Französisch: StDin Eva Maria Albes 

Spanisch: StDin Ulrike Hörl (Gymnasium bei St. Anna Augsburg)

Mathematik: OStR Björn Schröder

Physik: StD Karl Heinz Preßlein

Chemie: StD Klaus Blachut

Biologie: OStR Tobias Fröhlich

Sport männlich: StD Paul Höfner