Die „Phase Null“ der Holbein - Generalsanierung

Eltern, Schüler, Lehrer und Bauprofis an einem Tisch: Der Schüler erklärt, wo es lang geht! Eltern, Schüler, Lehrer und Bauprofis an einem Tisch: Der Schüler erklärt, wo es lang geht! Bild: Ramona Stonner

Für die Zeit ab dem Schuljahr 2019/20 ist eine Generalsanierung des Holbein-Gymnasiums geplant. Damit die Planungen hierzu nicht am Bedarf der hier lernenden und arbeitenden Menschen vorbei geht, fanden zuletzt mehrere Aktionen im Rahmen der „Phase Null“ statt, die auf die Partizipation der schulischen Beteiligten setzt. Auch der Freundeskreis engagiert sich in diesem Prozess und so halten wir es für gewinnbringend, die Dokumentation dieses Projektes für alle Interessierten, unsere Mitglieder und alle Lehrkräfte herauszugeben.

Aus diesem Grund haben diese Ausführungen einen beträchtlich größeren Umfang, dokumentiert es doch auch den immensen Aufwand, der von schulischer Seite bereits betrieben wurde.

Wir wünschen eine interessante und aufschlussreiche Lektüre!

Partizipativer Schulbau und Schulentwicklung am Holbein-Gymnasium -
Die „Phase Null“ der Generalsanierung

1. Der Ausgangspunkt

Das Holbein-Gymnasium steht vor einer umfassenden Sanierung seiner betagten und maroden Unterrichtsgebäude. Nach einem Stadtratsbeschluss in 2017 soll die Maßnahme in den nächsten Jahren schnell realisiert werden. Lehrende, Lernende und Eltern wollen in Zusammenarbeit mit Stadtpolitik und Schulverwaltung vorab darüber nachdenken, wie Schule und Unterricht in den nächsten 30 bis 40 Jahren sein kann und soll und welche Konsequenzen das für die Architektur der Schule hat. Die Ergebnisse der gemeinsamen Hausbegehungen, Workshops und Sitzungen sollen die Grundlage für die Arbeit der Architekten und Planer sein.

Wichtige Fragen dabei sind folgende:

Wie wird in Zukunft gelernt und gelehrt? Welche Methoden und welche Inhalte sind dabei wichtig? Wie vielfältig werden Methoden und Lerngruppen sein? Wie sehen Lernräume der Zukunft aus und wie werden sie eingerichtet? Wie werden experimentelles und projektbezogenes Lernen im Team ermöglicht?

Wie schlagen sich die Digitalisierung, Globalisierung und Migration, neue Arbeitsformen und Familienstrukturen, Selbstverantwortlichkeit und Demokratisierung in der Schule nieder? Welche Akteure (Schulbegleiter, Sozialpädagogen, Assistenten, Praktikanten, ...) kommen zum bisherigen Personal hinzu? Welche Rolle spielen ein 9-jähriges Gymnasium und die Ganztagsschule? Wie wird die Mensa betrieben? Wie werden Schüler anderer Schularten in die gymnasiale Oberstufe eingeführt und wie werden Lehrende in Zukunft ausgebildet? Wie verwaltet sich eine Schule in Zukunft? Wo und wie groß sind die Räume, die zukünftig flexibel genutzt werden?

Wo und wie können Lehrende, Lernende und Eltern den Lebensraum Schule selbst gestalten? Wie öffnen sich Schulen externen Partnern und Experten? Wer nutzt die Unterrichtsräume und Sportanlagen? Wieviel Räume und Ressourcen sollen für offene, lebenslange Lernprozesse der Stadtbevölkerung zur Verfügung stehen? Welche ökologischen und technischen Standards werden angestrebt?

Welche pädagogischen Extras finanziert Augsburg und Bayern? Die Schule als lernendes System braucht in Zukunft Flexibilität, viele Möglichkeiten und große Spielräume. Was lassen hier Politik und Verwaltung zu?

Schule macht sich! Wir verstehen Sanierung und Erweiterung unserer Schule als wesentlichen Teil unseres Schulentwicklungsprozesses. Als Team wollen wir lernend Planungen und Baumaßnahmen aktiv und konstruktiv begleiten. Wir organisieren und dokumentieren unsere Arbeit in der Phase Null genau und auch modellhaft für andere Schulen. Unsere Erfahrungen aus der Schulbau-Praxis teilen wir gern mit Interessierten.

2. Unser Selbstbild - Was macht das Holbein-Gymnasium aus?

Das staatliche Holbein-Gymnasium liegt mitten im Stadtzentrum. Dort leben, lernen und arbeiten etwa 1200 Schülern und 150 Lehrer. Als eine der größten Seminarschulen bildet das Holbein auch Referendare aus und ist Sitz des Ministerialbeauftragten für die schwäbischen Gymnasien.

Ein Kloster von 1500, ein Zolllager von 1808 und ein Teil der Ulrichschule von 1905 dienen aktuell als Unterrichtsgebäude. Die Stadt Augsburg ist verantwortlich für alle Häuser und deren Ausstattung. Seit ihrer Gründung 1833 gilt die Schule als modellhaft und pädagogisch zeitgemäß. Das Holbein-Gymnasium hat einen innovativen, pragmatischen pädagogischen Ansatz, der es jedem Schüler ermöglichen soll, Persönlichkeit, individuelle Begabungen und Fähigkeiten zu entwickeln. Wichtig sind dazu ein vorurteilfreies Miteinander unterschiedlicher Mentalitäten, Tutoren- und Coaching-Programme, individuelle Lese- und Lernförderung sowie vielfältige Präventions- und Beratungsangebote.

Eine Besonderheit sind die „Eingangsklassen“, spezielle Klassen für Schüler aus Real- und Mittelschulen, die hier die 10. Jahrgangsstufe wiederholen, um später das Abitur ablegen zu können. Deshalb ist unsere Oberstufe mit etwa 200 Schülern pro Jahrgang verhältnismäßig groß.

Auch der pädagogische Freiraum der Lehrer ist groß, Eigeninitiative wird gefördert und konstruktiv begleitet, sodass Lehrer wie Schüler von einem relativ großen Gestaltungsspielraum in ihrem Alltag profitieren. Das Schulklima gilt allgemein als liberal, lebendig und freundlich. Feste Regeln schaffen den nötigen Rahmen für ein respektvolles Miteinander. Gemeinsame Projekte, Aktionen, Fahrten und Feste sind wichtig für den Zusammenhalt. Nötig sind auch Humor, Kommunikation und Teamarbeit, denn knappe Schulfinanzen, sanierungsbedürftige Räume, eine lückenhafte IT-Ausstattung und das Unterrichten in drei unterschiedlichen Gebäuden fordern täglich heraus. Die Generalsanierung der Schulgebäude steht an.

Die Schülerschaft ingesamt ist kulturell sehr bunt gemischt und kommt zu einem relativ großen Teil aus Arbeiter- und Angestellten-Familien. Diese Zusammensetzung macht es leicht, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und Freundschaften zu schließen. Der ideale Holbeiner ist weltoffen, neugierig, aufgeschlossen, freundlich, sozial aktiv und engagiert. Auch fällt immer wieder auf, dass Holbein-Schüler sich ungewöhnlich stark mit ihrer Schule identifizieren.

3. Prozesse vor und während der Bauphase

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Der Planungsprozess (1. Spalte) zeigt die Arbeit der Planer und Architekten. Hier geschieht im ersten Jahr noch nichts, denn Politik und Verwaltung bereiten erst die Entscheidung zur Generalsanierung vor. Im Stadtrat wird informiert und diskutiert. Im zweiten Jahr setzt die praktische Arbeit der Planer ein. In einem Wettbewerb oder mit einem direkt erteilten Auftrag erarbeiten sie Vorschläge, wie die Schularchitektur wesentliche Anforderungen erfüllen kann und wie die Schule in Zukunft gestaltet ist. Dazu werden Einzelmaßnahmen bestimmt. Über die verschiedenen Vorschläge entscheidet eine Wettbewerbsjury und politisch Verantwortliche. Ab dem dritten Jahr kann dann detailiert geplant und anschließend gebaut werden.

Unser Beteiligungsprozess (2. Spalte) setzt früher ein. Mit drei Schulspaziergängen (29.1.18, 8.2.18 und 2.3.18) machten sich interessierte Schüler, Eltern und Lehrer mit den drei Schulbauten vertraut. Sie analysierten die Stärken und Schwächen der Architektur und hielten ihre Kritik und gute Ideen schriftlich fest. Rote und grüne Notizzettel klebten vor den betreffende Räumen und machten auf den beginnenden Beteiligungsprozess neugierig.

Im ersten Schulbauworkshop „Schulhausanalyse“ am 3.3.18 wurden alle Erkenntnisse aus den Spaziergängen zusammengetragen, in Plänen lokalisiert, ergänzt und präzisiert. Raumqualitäten, Atmosphäre und Nutzbarkeit waren jetzt anschaulich festgehalten. Jan Weber-Ebnet und Stephanie Reiterer von „bauwärts“ aus München moderierten den Prozess.

Mit den „Baupiloten“ Susanne Hofmann und Katinka Lutz aus Berlin spielten wir im zweiten Workshop am 17.3.18 das „Schulvisionen-Spiel“ in mehreren Gruppen. Ausgehend von wichtigen Aktivitäten an der Schule sollten diese in Gruppen zusammengefasst und voneinander abgesetzt werden. Was passt gut zusammen? Was ergänzt sich? Wo braucht es Abstand zueinander und Ruhe? Welche Atmosphäre soll in den einzelnen Raumgruppen herrschen? Wie intensiv sind die Beziehungen zwischen Raumgruppen und wie müssen Schülerinnen und Schüler dort betreut oder beaufsichtigt werden? Aus diesen Fragestellungen heraus entstand in den Gruppen jeweils ein eigenes komplexes Bild. Die Spielergebnisse der Gruppen hatten im Ergebnis erstaunlich große Übereinstimmungen, was etwa Lernprozesse und Lernatmosphäre betrifft.

Im dritten Workshop „Verortung“ am 16.4.18 spielten wir ein speziell für uns entwickeltes zweites Schulbau-Spiel der Baupiloten, bei dem die idealen Raumvorstellungen und Wünsche aus dem ersten Spiel den bestehenden Schulgebäuden (Altbau, Neubau und Hallschule) zugeordnet wurden. Auch hier erzielten wir in parallelen Spielrunden relativ große Übereinstimmungen.

Alle bisherigen Ergebnisse fassten wir für eine Präsentation beim Altbaufest am 20.7.18 zusammen. Texte und Pläne erläuterten den Prozess und stellte alles Externen und ehemaligen Holbeinerinnen und Holbeinern zur Diskussion. Auf Klebezettelchen waren Ergänzungen, Kritik und neue Ideen zu lesen.

Am 20.10.18 stellte „bauwärts“ im vierten Workshop „Abstimmung“ alle bisherigen Resultate gesammelt vor. In einer ersten Rohfassung zeigte Leo Schenk seine Filmdoku des ganzen Prozesses. In Gruppen wurden noch offene Fragen geklärt und Vorstellungen abgestimmt. Ziel war es, die Inhalte des „Raumbuchs“, also der Zusammenfassung des gesamten Prozessergebnisses, festzulegen. Für pädagogisch gut begründete Baumaßnahmen steuert Bayern höhere Zuschüsse bei. Hier (Schule +20%) können unser pädagogischer Ehrgeiz und die originellen Ideen zum Tragen kommen.

Am 25.10.18 stellten Jan Weber-Ebnet und Thomas Körner-Wilsdorf das Vorgehen des Holbein- Gymnasiums in der Phase Null den Politiker*innen im Bildungsausschuss des Stadtrats vor.

Am 11.12.18 informierten sich die Mitglieder der SPD-Fraktion bei einem Besuch unserer Schule genauer.

Mit einem Baumfest wiesen wir am 20.12.18 auf die ökologische und soziale Bedeutung der Hallstraße hin. Schulische Notwendigkeiten werden bei der aktuellen Planung der Neugestaltung dieser Straße viel zu wenig berücksichtigt.

Im Frühjahr 2019 wird das Raumbuch ausgearbeitet vorliegen und dann wollen wir Schulneubauten besuchen, die für uns interessant erscheinen, und nach Praxiserfahrungen mit innovativer Schularchitektur fragen. Unser erarbeitetes Expertenwissen und unsere Vision von Schule wollen wir in den laufenden Bauprozess am Holbein-Gymnasium einspeisen.

Im Qualifizierungsprozess sind wir inzwischen zu kleinen Schulbauexperten und -beratern geworden.

Bei Phase Null-Workshops an anderen Schulen sollen unsere Erfahrungen einfließen können. Wir wollen einen Multiplikationseffekt erreichen, der auch anderswo nachhaltige Beteiligungsprozesse anstößt. Mit Selbstbauprojekten steuern wir kleine Bausteine vor, während und nach der Bauphase zur Schularchitektur bei. Schule macht sich - buchstäblich.

4. Aktive im Partizipationsprozess des „AK Schulbau“ als Teil der Schulentwicklung am Holbein

Aktiv arbeiteten mit

Viele Lehrende, einige Referendar*innen, ehemalige Lehrer*innen, die Schulleitung, Personalrät*innen, Seminarlehrer*innen, der Ministerialbeauftragte, interessierte Schüler*innen, Vertreter der SMV, ehemalige Schüler*innen, angegende Architekturstudierende, Schülerinnen eines P-Seminars „Architektur“, Eltern , Verwaltungsangestellte, der Hausmeister, der Bildungsreferent, Stadträt*innen, ein Landtagsabgeordneter, Pädagog*innen der Offene Ganztagsschule, der Pädagogische Projektbegleiter, Vorstandsmitglieder vom Freundeskreis des Holbein- Gymnasiums e.V., Pädagogik-Studierende, Günther Prechter (Architekt/Selbstbau und soziale Architektur), zwei Architektinnen, eine Projektplanerin des Hochbauamts der Stadt Augsburg und alle Schulbauberater*innen der Stadt München.

Die Workshopleitung und Prozessorganisation teilten sich Stephanie Reiterer und Jan Weber-Ebnet (bauwärts, München), Susanne Hofmannn und Katinka Lotz (Baupiloten, Berlin) mit Thomas Körner-Wilsdorf für das Holbein-Gymnasium.

Unterstützt wurde unsere Phase Null von der Hans-Sauer-Stiftung, der Bayerischen Architektenkammer, dem ISB-Arbeitskreis „Pädagogischer Schulbau in Bayern“, der Landesarbeitsgemeinschaft Architektur und Schule, dem Bildungsbündnis Augsburg, der Lokale Agenda 21 und von Tür an Tür.

Beim Schulverwaltungsamt bedanken wir uns für die finanzielle Unterstützung der Phase Null. Die Dokumentation in Foto und Film besorgten Ramona Stonner (PictureCult) und Leo Schenk (Tovisio Filmproduktion).

5. Einige Vorschläge und Ideen

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Alle Ergebnisse unserer Phase Null dokumentiert komplett und genau das „Raumbuch“.

Hier ein paar Ideen aus den Schulspaziergängen: Die Schule soll sich ihrer zentralen Lage im historischen Stadtkern bewusster werden und die umgebenden Museen und Denkmäler stärker in den Unterricht einbinden. Den Holbein-Campus verstehen wir als gemeinsamen öffentlichen Raum ohne motorisierten Durchgangsverkehr. Wir brauchen drei Sporthallen, Outdoor-Klassenzimmer, einen (überdachten) grünen Innenhof. Können die Dachgeschosse weiter ausgebaut werden? Wir können Solarstrom auf dem Dach des Neubaus produzieren und brauchen möglichst viele sichere Fahrradstellplätze für alle. Externe Nutzer sollen über separate Zugänge zu den Sporthallen gelangen. Barrierefreiheit (Bauen für alle!) wird kompliziert, ist aber sicher Standard. Wir wollen markierte Sammelplätze bei Feueralarm in der Hallstraße, ein paar Parkplätze für Behinderte, viel Grün und eine Bühne für Schüleraktivitäten in der Hallstraße, ...

Das Lehrerraum-Prinzip hat sich bewährt. Fachlehrerbüros und Lehrercafés sind unsere Alternative zu einem zentralen (zu kleinen) Lehrerzimmer. Wir wünschen uns möglichst flexibel nutzbare Räume. Flure sollen für differenzierten Unterricht nutzbar gemacht werden. Dafür wären fachspezifische Lernboxen (im Selbstbau) zu entwickeln. Akustikdecken sind überall wichtig, auch in Fluren und Treppenhäuern. Wichtig sind ein zentrales Krankenzimmer für Schulsanitäter, ausreichend Sprech- und Beratungszimmer in jedem Haus, ein Gruppenraum für Meditation und Gruppenspiele. Ein Ruheraum! Dienst-Duschen für radelnde Lehrer*innen, attraktive Schüler- Aufenthaltsräume, eine große Kickerhalle und moderne Veranstaltungstechnik für den repräsentativen Kapitelsaal und im Theater.

Makerspaces! Schüler*innen experimentieren, begreifen und lernen ganz praktisch: Unterricht wird individualisierter und praktischer organisiert werden.

Dazu braucht es neben Klassenzimmern speziell eingerichtete, multifunktionale Arbeitsräume. Bühne: Theater, Musik, Poetry Slam, Philosophy Slam, ... / Aula: großer Versammlungs- und Veranstaltungsraum, Präsentationen, Vorträge, ... / Gewölbe als „Raum der Möglichkeiten“: flexibel nutzbar für Aktionen, Ausstellungen, ... / Mensa (in Schülerhand wie in der Fachakademie für Hauswirtschaft und am Luisen-Gymnasium)? / Werken und Holzbearbeitung: Design, Möbelbau, Modellbau, Architektur / Elektrotechnik: Repair-Café, IT, Arduino, Pure Data, 3D-Drucker, Laser, Fräse, Löten, ... / Chemie: Schülerlabore für naturwissenschaftliche/technische Projektarbeiten / Medien: Print, IT-Club, Homepage, Apps, Foto, Film, Schul-TV und -Radiostudio, ... / Biologie: Vivarium, Aquarium, Terrarium, Bienenstock, Wintergarten, ... / Lern-Labor: Schüler*innen entwickeln digitale und analoge Unterrichtsmaterialien / Kunstwerkstatt (im DG Hallschule?): analoge Druckwerkstatt, Bildhauerei, Malerei und Zeichnung / City-Farm: Schulgarten, Kleintier-Gehege, Gewächshaus, Gärtnerei, Outdoor-Küche, ... / Makerspace-Galerie: auf den Fluren werden die Produkte aus den Werkstätten präsentiert / ...

Unsere Fachräume haben sich bewährt. Diese sollen so eingerichtet sein, dass neben herkömmlichem Frontalunterricht auch Gruppenarbeit möglich ist. Entsprechend sollen Möbel und IT-Ausstattung ausgelegt sein. Fachräume sind differenziert und flexibel gestaltet und schüleraktivierend eingerichtet. Vier Gruppenarbeitsplätze in Unterrichtsräumen mit eigenen Monitoren, Flipcharts. Tafel, Internet, schnelle WLAN, Pultkamera, Beamer, PC und Soundsystem in jedem Raum. Lernnischen, -möbel und Vitrinen auf den Fluren für kleine Schülergruppen. Fenster/Glaswand zum Flur oder Glastüren für Unterrichtsräum. Große Klassenzimmer (75 qm) mit Platz für Hospitation, Seminarbetrieb, Schulbegleiter, Schränke, Regale und kleine Sitzecke. Unterschiedliche technische Ausstattung in verschiedenen Fachschaften. Schüler nutzen auch eigene oder selbstgebaute IT-Geräte. Materialschränke, Regale, Pinnwand, Bilderrahmen, Studierecke, Schüler- und Lehrerschließfächer, Garderoben, ...

Noch mehr Ideen

Derzeitige Chemieräume: werden diese zum Sekretariat, Großküche im Eigenbetrieb, Lehrerzimmer, Jugendzentrum?
Das Gewölbe wird Mehrzweckraum, Party-Area, Ausstellungshalle, Arbeitsraum, Sitzungssaal, Aufenthaltsraum für die Oberstufe; historische Spuren im Raum erhalten und erläutern, LED-Fluss als indirekte Beleuchtung?
Kapitelsaal: helleres Licht, weiße Wände, kleiner Veranstaltungssaal.
Sporthalle Neubau: Parkett erhalten, mittlerer Veranstaltungsraum, theatertauglich, Umkleiden umbauen, speziell für Bewegte Pause ausstatten, Empore aktivieren!
Musikräume: alle ins EG des Altbaus legen?
Kickerhalle: Akustik und Beleuchtung verbessern.
Gebäude an der Katharinengasse 11: für Schule nutzen, Seminarräume, Ganztagsschule, EG als Abstellfläche für Müllcontainer und Möbellager.
Zieht der Minisiterialbeauftragte in die Hallstraße 9 und werden dann dort freiwerdende Wohnungen zu Büros?

6. Wie geht´s weiter?

2019 wollen wir die letzte Fassung unseres Raumbuchs in allen schulischen Gremien beraten, beschließen und schließlich der Stadt Augsburg übergeben. Der Stadtrat stellt 150.000 € für Planungsarbeiten durch das Hochbauamt zur Verfügung, die die Grundlage für staatliche Zuschüsse bilden.

Unser Wunsch: Die Stadt prüft unser Raumbuch, akzeptiert dabei möglichst viele unserer Ideen und Vorschläge und beantragt entsprechende bayerische Zuschüsse im Herbst 2019. Auch der MB für Schwaben wird das Raumbuch prüfen. Das Bildungsministerium wird die beantragte Summe mit großer Wahrscheinlichkeit genehmigen.

Permanent sollte das Holbein auf die notwendige Generalsanierung aufmerksam machen. Es besteht die Gefahr, dass die Generalsanierung in dieser Phase weiter verzögert wird. Mögliche Aktionen könnten vorgezogenen Mikro-Projekte, improvisierte Workerspaces, Spendenläufe, Schulfeste und weitere Aktionen in der Hallstraße sein. Wegen ihres schlechten baulichen Zustands könnten auch einzelne Fachräume geschlossen werden müssen.

Ab 2021: Umfassende Sanierung?

Ein AK-Schulbau am Holbein verfolgt die städtischen Aktivitäten. 2020 könnte mit den Planungen begonnen werden, wenn ein erfahrenes Architekturbüro gefunden und damit beauftragt ist. Ein offener Gestaltungswettbewerb ist auch möglich. Ab 2021 könnte umfassend saniert werden. Die neuen Planungen zur Hallstraße wollen wir mit konstruktiver Kritik und guten Ideen verbessern helfen. Die Schule braucht eine verkehrsberuhigte Mitte, eine zentrale Kommunikationsfläche und eine hohe Aufenthaltsqualität für Schülerinnen und Schüler.

Weitere Informationen

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Anstehende Termine

19.07.2019
Beginn: 18:00 Uhr
Altbaufest

25.07.2019
Beginn: 08:00 Uhr
Sommersporttag

27.07.2019 - 09.09.2019
Sommerferien

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